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Köckert Julius

Julius Köckert

Julius Köckert

1827 Leipzig – 1918 München

 

Seine erste Ausbildung erfuhr Köckert in Koblenz und Köln. Seit 1843 war er Schüler von Christian Ruben an der Prager Akademie. Der Anstoß für Köckert, schon bald nach seiner Ankunft in Bayern die Fraueninsel zu besuchen, mag von Ruben ausgegangen sein, der auf der Insel sozusagen Heimatrechte hatte. 1848 übersiedelte Köckert nach München, wo er neben Genrebildern aus dem bayerischen Hochgebirge historische Wandgemälde im Bayerischen Nationalmuseum ausführte und das große Ölbild „Harun al Raschid empfängt die Gesandten Karls d. Gr. 768“ für das Maximilianeum schuf. Zweimal war Köckert auch als Gehilfe Kaulbachs tätig, der ihm sowohl die Ausführung seines Kartons der „Schlacht bei Salamis“ als auch die seines Freskos „Otto III. in der Gruft Karls d. Gr.“ Im Germanischen Museum in Nürnberg übertrug. 1849/50 schuf er sein erstes figurenreiches Genrebild vom Chiemsee, das die Herzogin Sophie von Österreich erwarb. Besonders bekannt wurde Köckert durch die von ihm öfter gemalte „Hochzeitsfahrt auf dem Chiemsee“, die durch Stich- und Holzschnittreproduktionen weite Verbreitung fand. Um die Jahrhundertwende lähmte ein beginnendes Augenleiden seine Tätigkeit. Nach glücklich verlaufener Operation arbeitete er wieder unermüdlich und beschäftigte sich mit großem historischen Entwürfen, deren Ausführung ihm jedoch nicht mehr vergönnt war.

 

(Aus: Aigner, Fritz: Maler am Chiemsee, Prien 1983, S. 372.

Foto: Hargesheimer, Kunstauktionen, Düsseldorf )

Hochzeitsfahrt auf einem bayerischen Gebirgssee

Hochzeitsfahrt auf einem bayerischen Gebirgssee ⋅ 1867

Kahnfahrt

Kahnfahrt

Eine Schnitterin bei den Garben stehend, schaut nach einem aus der Kirche heimkehrenden Hochzeitszuge

Eine Schnitterin bei den Garben stehend, schaut nach einem aus der Kirche heimkehrenden Hochzeitszuge ⋅ 1856

Mittagsruhe

Mittagsruhe