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Märtens Max

Max Märtens

Max Märtens

1887 Braunschweig – 1970 Gstadt am Chiemsee

 

Max Märtens ist 1887 in Braunschweig geboren. Er fing seinen Weg an als Volontär bei einem Kirchenmaler, studierte in Berlin und kam nach einem rheinischen Aufenthalt 1908 nach München, wo er nicht zuletzt durch seine Begegnung mit Maier Hiasl, im süddeutschen raum Wurzeln schlug. Beide arbeiteten bei Throll, einer Werkstatt für Dekorationsmalerei.

Märtens besuchte Maier Hiasl nach dem 1. Weltkrieg in Gstadt, in dem Haus, darin er selbst mit seiner Frau später wohnte, es ist das große bäuerliche Haus dem damaligen „Café zur Überfahrt“.

„Mal doch mal den Chiemsee“, riet und forderte Maier Hiasl. Aus den geplanten zehntägigen Ferienaufenthalt wurden fünf Wochen, und nun hatte der Chiemsee den Niedersachen so umworben, daß er jährlich wiederkam, im Sommer auf Frauenwörth und im Herbst in Gstadt, kündig der Mythen und Mären des Sees zu werden. Mit ihm schloß sich der Kreis der Maler Baumgartner, Max Haushofer, Prof. Skell. 1943 verlor Märtens sein Künstlerheim im westlichen München durch Bombeneinschlag. Seither ist er dem Chiemsee auch räumlich unentwegt treu geblieben. In dem Häuschen an der Seestraße, das unter Denkmalschutz stand und leider in den 70er Jahren abgerissen wurde, währte er die Schätze seines Könnens, seiner Landschaftserfahrung. Er war gleich nach der Währungsreform maßgebend am Zusammenschluß angesiedelter Maler zur „Notgemeinschaft bildender Künstler Gstadt“ beteiligt. Es waren zuerst 9 Gründungsmitglieder.

Die Gemeinschaft erklärte sich bereit, unentgeltlich die Wiederherstellung der Seekapelle auf Herrenchiemsee zu übernehmen, als Ausdruck ihrer Dankbarkeit für die Überlassung des Bibliotheksaales für die jährlichen Ausstellungen der Notgemeinschaft bildender Künstler. Max Märtens leistete daran den Hauptanteil. Damit hat der Künstler auf dem seit der Säkularisation an kirchlichen Wert und kirchlicher Kunst verarmten Herrenwörth eine volkstümliche Bindung seines Schaffens gegeben.

Seine Vorliebe galt der Aquarellmalerei, die er virtuos beherrschte. Sein Hauptmotiv war der Chiemsee, den er immer wieder in seinen Bildern einzufangen und wiederzugeben verstand. Aber auch andere Darstellungen, besonders die der Alpen in den verschiedenen Jahreszeiten, beschäftigten den begeisterten Bergsteiger Zeit seines Lebens.

Der Künstler Märtens beteiligte sich erfolgreich auf vielen Ausstellungen, so z.B. der Großen Deutschen Kunstausstellung in München, der Fraueninsel, der 2. Ausstellung Alpiner Kunst, auf Ausstellungen der Gemeinschaft bildender Künstler auf Herrenchiemsee, ferner in Rosenheim sowie verschiedene rheinische Städten.

 

 

(Aus: Einladung zur 15. Gstadter Gemäldeausstellung, 2007, Max Märtens, 1887-1970, „Aquarellist und Landschafter“)

Anlegestelle am Chiemsee

Anlegestelle

Aquarell

Feldblumen am Chiemseeufer

Feldblumen am Chiemseeufer

Aquarell

Bauerngarten am Chiemsee

Bauerngarten am Chiemsee

Aquarell

Inselufer

Inselufer

Aquarell

Uferlandschaft am Chiemsee

Uferlandschaft am Chiemsee

Aquarell

Winter bei Berwang

Winter bei Berwang

Aquarell ⋅ 33,5 x 46 cm

Winterlandschaft bei Zürs

Winterlandschaft bei Zürs

Aquarell ⋅ 38,5 x 55,5 cm

Der Schlern im Winter

Der Schlern im Winter

Aquarell ⋅ 43 x 58 cm

Jamtalhütte in der Silvretta

Jamtalhütte in der Silvretta

Aquarell ⋅ 32 x 47 cm