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Noerr Julius

Julius Noerr

1827 München – 1897 Starnberg

 

Julius Noerr kombiniert als Landschaftsmaler die nahsichtig gegebene Prospektmalerei mit der tiefenräumlichen Auffassung der Münchner Maler um Heinrich Bürkel. Kleinformatige, skizzenhaft ausgeführte Stimmungsbilder zeigen eine überraschende tonig Farbentwicklung ohne jegliches Rezept. Noerr steigert seine Zeichenkunst um 1848 zu einer vielfältig anwendbaren Detailauffassung, die im Figurenbereich fast volkskundliche Genauigkeit demonstriert. Die Feste im Oberland, Almabtrieb, Hochzeiten, Holzfäller, Treidler und Flößer werden in vielen Zeichnungen festgehalten und dann zu dichten Figurensammlungen komponiert. In der Spätzeit neigt Noerr stärker zum sentimentalen Genre, jedoch immer mit einem stimmungshaft hinterlegten Landschaftsraum. Nach dem Bürgerrechts-Akten (1872/1522) reicht Julius Noerr am 1. November 1872 ein Gesuch zur Verehelichung und Seßhaftmachung ein. Er wohnt in München in der Schillerstr. 29/1

 

(Aus: Sigfried Wichmann, Meister Schüler Themen, Münchner Landschaftsmaler im 19. Jahrhundert, S. 266, 1981, Schuler Verlagsgesellschaft mbH)

Heimkehr

Heimkehr ⋅ 1864

Öl auf Leinwand ⋅ 59 x 87,5 cm

Fischerfamilie am Ufer des Chiemsees

Fischerfamilie am Ufer des Chiemsees ⋅ 1876

Öl auf Karton ⋅ 25 x 47 cm

Hirte mit Vieh am ufer des Chiemsees

Hirte mit Vieh am Ufer des Chiemsees ⋅ 1867

Öl auf Leinwand ⋅ 22,5 x 38 cm

Getreideernte

Getreideernte am Chiemsee ⋅ 1858

Öl auf Leinwand ⋅ 29 x 38,5 cm

Pause im Steinbruch

Pause im Steinbruch ⋅ 1869

Öl auf Leinwand ⋅ 37 x 44,5 cm

Fischerfamilie am Starnberger See

Fischerfamilie am Starnberger See ⋅ 1868

Öl auf Leinwand ⋅ 20,5 x 37 cm